Project
Irak – Erfahrungen austauschen, Geschichten verknüpfen, Leben zusammenweben (HEKAYAT)
Förderung des Wohlbefindens und der Versöhnung durch psychosoziale Arbeit mit textilen Kunstpraktiken und Gemeinschaftsdialogen zwischen Mädchen und jungen Frauen aus verschiedenen ethnischen, religiösen und sozioökonomischen Gemeinschaften.

Region
Nineveh, Irak

Finanzierung
Institut für Auslandsbeziehungen (IFA), Schmitz Stiftungen

Partner
Rusaz

Projectschwerpunkt
Lena Schmid, Hudara

 

Im Irak ist es immer wieder zu Gewalt gekommen, zuletzt durch den Terror des Islamischen Staates (IS). Der Konflikt hat Ninive, eine der ethnisch und religiös vielfältigsten Regionen, schwer getroffen. In einem Kontext, in dem alle Gruppen psychische Wunden erlitten haben, wird die Versöhnung durch eine sorgfältige Prüfung der Gefühle und Überzeugungen und den Wiederaufbau von Vertrauen gefördert. Das Projekt zielt darauf ab, Mädchen aus verschiedenen Gruppen einzubeziehen, um die Heilung durch psychologische Unterstützung und textile Praktiken zu erleichtern. Frauen waren während des Konflikts besonders betroffen und müssen stärker in die Versöhnungsbemühungen sowie in die allgemeine Teilnahme am Gemeinschaftsleben und die Vertretung im öffentlichen Raum einbezogen werden.

Das Projekt richtet sich an junge Frauen aus verschiedenen sozialen Gruppen (ethnisch, religiös, sozioökonomisch). Textilarbeit ist in der Region ein wirksames und kulturell anerkanntes Mittel zur Bewältigung schwieriger Gemütszustände mit erdender Wirkung, fördert die psychologische Erfüllung durch das Schaffen und die soziale Erfüllung durch die Gemeinschaftsarbeit. Der Dialog in der Gemeinschaft wird angeregt und das Bewusstsein für psychologische Schwierigkeiten und Prozesse der Verständigung und Versöhnung sowie Fragen des sozialen Zusammenhalts und des Friedens können bearbeitet werden. Dieser sensible Prozess der Textilarbeit und der Gespräche wird von einer Psychologin begleitet. Die jungen Frauen knüpfen Kontakte und fördern den von Jugendlichen geführten interethnischen und interreligiösen Dialog in ihren Gemeinden, während sie ihre Kunstwerke und die Bedeutung der Symbole und Kreationen in der Gemeinschaft präsentieren.