Projekt
Psychosoziale Kompetenz für Mitarbeiter der primären Gesundheitsversorgung im Umgang mit geschlechtsspezifischer Gewalt

Location
Jordan

Partner
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Project focal point
Lena Schmid, Hudara

Geschlechtsspezifische Gewalt (Gender-based violence; GBV) wird in Jordanien zunehmend als Problem anerkannt, da es sich jedoch um ein komplexes und sensibles Thema handelt und der Rechtsrahmen zum Schutz von Frauen noch immer schwach ist, werden viele Formen von Diskriminierung und Gewalt nicht gemeldet. Mitarbeiter der primären Gesundheitsversorgung gehören oft zu den wenigen, die routinemäßigen Kontakt zu den meisten erwachsenen Frauen haben und strategisch in der Lage sind, Frauen mit GBV-Erfahrung zu identifizieren. Sie werden mit vielen Krankheiten wie chronischen Schmerzen oder wiederkehrenden sexuell übertragbaren Infektionen konfrontiert, die schwer zu behandeln sind, ohne zu berücksichtigen, dass diese Frauen unter gewalttätigen Bedingungen leben. Viele Frauen geben ihre Erfahrungen nicht Preis, und gut ausgebildete Mitarbeiter der primären Gesundheitsversorgung können die erste Anlaufstelle für Überlebende sein, die sich ihrer Situation stellen und Hilfe suchen wollen. Mitarbeiter der primären Gesundheitsversorgung können Gewalt als ein Gesundheitsproblem betrachten, was für Frauen ein Ausgangspunkt sein kann, um zu reflektieren und ihre Einstellung zu der Gewalt, der sie ausgesetzt sind, weniger zu akzeptieren.
Hudara hat daher einen Ressourcenleitfaden erstellt, in dem Materialien für die psychosoziale Ausbildung von Mitarbeiter der primären Gesundheitsversorgung zusammengestellt wurden. Dies wird dazu beitragen, ein Programm zum Aufbau von Kapazitäten zu strukturieren, das die Rolle der Mitarbeiter der primären Gesundheitsversorgung bei der psychosozialen Unterstützung von Überlebenden von GBV stärken wird.