Standorte
Ruanda, Südsudan, Uganda
Projektzeitraum
Januar 2024 – Dezember 2025
Förderung
EWS Elektrizitätswerke Schönau eG
Partnerorganisationen
Community Technology Empowerment Network (CTEN)
In Fluchtkontexten in Ostafrika bleibt der Zugang zu verlässlicher und nachhaltiger Energie eine große Herausforderung. In Flüchtlingslagern und aufnehmenden Gemeinden in Ländern wie Uganda, Ruanda und Südsudan ist die Energieversorgung häufig fragmentiert, kurzfristig ausgerichtet und unzureichend, um den Bedarf der Menschen zu decken. Bestehende technologiegetriebene Ansätze gehen oft an den dringendsten Herausforderungen vorbei, während ein begrenztes Verständnis der tatsächlichen Erfahrungen mit Energiezugang die Entwicklung nachhaltiger Lösungen erschwert. Viele Interventionen basieren auf externen Modellen – etwa dem Einsatz von Dieselgeneratoren – ohne lokale Realitäten und Ressourcen ausreichend zu berücksichtigen.
Das AWARE-Projekt begegnet diesen Herausforderungen, indem es eine Bottom-up-Perspektive auf Energiezugang in Fluchtkontexten einnimmt. In Uganda, Ruanda und Südsudan untersucht das Projekt, wie Menschen Energieversorgung erleben und welche Auswirkungen diese auf ihren Alltag und ihr Wohlbefinden hat. Indem die Perspektiven der Gemeinschaften in den Mittelpunkt gestellt werden, zielt AWARE darauf ab, praxisnahes Wissen für nachhaltigere und inklusivere Energieansätze zu generieren.
Im Zentrum des Projekts steht ein partizipativer Aktionsforschungsansatz. In Zusammenarbeit mit geflüchteteninitiierten Organisationen und Gemeindemitgliedern werden Räume für gemeinsames Lernen, Reflexion und praktische Erprobung geschaffen. Die Teilnehmenden identifizieren aktiv Herausforderungen, testen Lösungsansätze und entwickeln diese im Verlauf weiter. Dieser iterative Prozess ermöglicht es, kontextspezifische und realistische Lösungen hervorzubringen, die auf lokalem Wissen basieren. Durch die Verknüpfung von Forschung, Handlung und partizipativer Einbindung trägt AWARE zu einem vertieften Verständnis von Energiezugang bei und unterstützt die Entwicklung nachhaltiger, bedarfsgerechter Ansätze, die Lebensbedingungen verbessern und die Fähigkeit von Gemeinschaften stärken, eigene Lösungen zu gestalten.
