Autorin: Lena Schmid
Im Rahmen der GEZUMI-Peer-Support-Gruppen für ukrainische Frauen in Deutschland organisierte Hudara einen besonderen Jazzabend in Halle (Saale), der dem kulturellen Austausch, künstlerischen Ausdruck und der Gemeinschaftsbildung gewidmet war. Gastgeberin war die Peer-Support-Gruppenleiterin Olena Salii. Der Abend brachte Teilnehmende der Unterstützungsgruppen, lokale Bewohnerinnen sowie Vertreterinnen des Bürgermeisterbüros und der Migrationsdienste zusammen und schuf einen offenen, einladenden Raum für Begegnung und Austausch.
Olena eröffnete die Veranstaltung mit einer persönlichen Einführung in die ukrainische Kultur und betonte die Bedeutung kulturellen Austauschs als Brücke zwischen Menschen und Gemeinschaften. Es folgte ein vielfältiges und berührendes Programm aus Kunst, Musik und Poesie von ukrainischen Künstler*innen und Community-Mitgliedern. Zu den Highlights gehörten Gemälde der renommierten ukrainischen Künstlerin Maryna Shkarupa sowie das Fotoprojekt „Code of the Ukrainian Woman“ von Anna Libova und Nataliya Timoshevska, das die eindrucksvollen Geschichten von zwölf ukrainischen Frauen erzählt, die nach Ausbruch des Krieges nach Deutschland geflüchtet sind.
Musik machte den Abend lebendig – mit Beiträgen des klassischen Musikers Volodymyr Kalashnyk, des Saxophonisten Viktor Kabeev, des Gitarristen Maksymilian Sviripa und der Sängerin Tetiana Bakumenko. Traditionelle ukrainische Lieder erfüllten den Raum und schufen eine warme, geteilte Atmosphäre, die zum Zuhören, Nachdenken und Miteinandersein einlud.
Dieser interkulturelle Abend aus Kunst und Musik ermöglichte wertvolle Begegnungen zwischen Ukrainer*innen, die vor dem Krieg geflohen sind, und Menschen aus der Aufnahmegesellschaft. Verbunden durch Neugier, Offenheit und gegenseitigen Respekt feierte die Veranstaltung ukrainische Kultur und stärkte zugleich Dialog, Verbindung und ein gemeinsames Gefühl von Zugehörigkeit über Gemeinschaften hinweg.
