
Liebe Leser*innen,
das Jahr neigt sich dem Ende zu, und wir blicken zurück auf eine dynamische und ereignisreiche Zeit, die von bereichernden Erfahrungen ebenso wie von Herausforderungen geprägt war. Während viele globale Entwicklungen uns mit Sorge und Trauer erfüllen, sind wir besonders dankbar für die Menschen und Initiativen, die sich für andere und die Gemeinschaft engagieren, einen offenen Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Verständnisses fördern und zu einem würdigen Leben für alle beitragen.
Wir bleiben unserer Arbeit verpflichtet und schauen zurück auf das, was wir im letzten Jahr erreicht haben. Ein wichtiger Meilenstein war der Umzug in unser neues Büro im Global Village in Berlin, das von vielen entwicklungspolitischen und migrantisch-diasporischen Organisationen geteilt wird. An unseren psychosozialen Projekten nahmen zahlreiche Menschen teil und fanden Unterstützung, Austausch und gegenseitige Stärkung – sowohl im Irak als auch in Deutschland. In Mayotte haben wir unser Projekt erfolgreich abgeschlossen und den Grundstein dafür gelegt, dass die während des Projekts entstandenen Energiegemeinschaften auch in Zukunft unabhängig weiterbestehen können. In Uganda und Ruanda haben wir eine soziale Netzwerkanalyse durchgeführt, um die nächsten Schritte unseres Energiezugangsprojekts vorzubereiten und die Grundlage für kollaborative Lernprozesse in den für das kommende Jahr geplanten “Living Labs” zu schaffen. Darüber hinaus haben wir zwei wissenschaftliche Artikel veröffentlicht und ein neues Projekt akquiriert, das im nächsten Jahr starten wird. Zusammen mit Partnerorganisationen aus Ägypten, Jordanien, Libanon und Griechenland wird dieses drei jährige Projekt sich mit Wasserknappheit und gesellschaftlichen Problemen als Folge des Klimawandels im Mittelmeerraum befassen.
In dieser Ausgabe unseres Newsletters möchten wir zwei ausgewählte Erfahrungen mit euch teilen, die unsere Arbeit in den vergangenen Monaten geprägt haben. Von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Karamoja bis hin zur psychosozialen Unterstützung für ukrainische geflüchtete Frauen – beide Initiativen verdeutlichen die Komplexität der aktuellen Herausforderungen und die Kraft, die in Zusammenarbeit, Solidarität und Fürsorge liegt. Zudem möchten wir euch einige persönliche Eindrücke aus unserem internen Jahresabschluss-Workshop vermitteln, bei dem wir bewusst innegehalten haben, um über die Werte und Motivationen nachzudenken, die unsere Arbeit antreiben.
Wir danken euch für euer Interesse und eure Unterstützung und wünschen euch einen erholsamen und friedlichen Jahresausklang.
Herzliche Grüße,
das Hudara-Team
Stimmen aus der Praxis
Länderübergreifende Zusammenarbeit in Karamoja
In den grenzüberschreitenden Landschaften von Karamoja arbeiten Gemeinden, Institutionen und Organisationen gemeinsam daran, anhaltende Herausforderungen zu bewältigen. Die Stärkung der Lebensgrundlagen, die Förderung der transnationalen Kooperation und das Eingehen auf unterschiedliche Stimmen sind wesentliche Schritte, um die Anfälligkeit für Klimaschocks zu verringern, systemische Lücken zu schließen und schrittweise inklusivere Wege zu Resilienz, Frieden und nachhaltiger Entwicklung zu schaffen.


Puzzleteile
Stärke durch Verbundenheit: Unterstützung von und für ukrainische geflüchtete Frauen
Während zahlreiche Ukrainerinnen weit weg von ihrer Heimat ein neues Leben aufbauen, tragen viele von ihnen unsichtbare Wunden aus Krieg, Verlust und Unsicherheit mit sich. Doch Heilung beginnt oft nicht nur in Therapieräumen, sondern in Küchen, Gemeindesälen und alltäglichen Gesprächen zwischen Menschen in ähnlichen Situationen. Die Unterstützung durch Gleichgesinnte bietet mehr als nur Trost; sie stellt Verbindungen wieder her und kann ein Gefühl der gemeinsamen Stärke vermitteln.
Veranstaltungen
Zurückblicken, einander zuhören: Unser gemeinsamer Jahresausklang
In diesem Newsletter zum Jahresende kündigen wir keine bevorstehende Veranstaltung an, sondern möchten stattdessen von unserem Jahresabschluss-Workshop in unserem Berliner Büro berichten. Jede und jeder brachte dabei Perspektiven aus dem jeweiligen Arbeitsbereich ein, wobei bewusst darauf verzichtet wurde, den Fokus auf konkrete Projektergebnisse zu legen.


