Heilung
Psychosoziale Ansätze zur Unterstützung von Überlebenden geschlechtsspezifischer Gewalt
Status:
Abgeschlossen

Location
Jordan

Project Timeframe
September 2019 – February 2020

Partner Organisation

  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Kontext

Geschlechtsspezifische Gewalt (Gender-based Violence; GBV) wird in Jordanien zunehmend als Problem anerkannt. Da es sich jedoch um ein komplexes und sensibles Thema handelt und der rechtliche Schutzrahmen für Frauen weiterhin schwach ist, werden viele Formen von Diskriminierung und Gewalt nicht gemeldet.

 

Die Rolle von Gesundheitsfachkräften

Mitarbeitende in der Primärversorgung gehören oft zu den wenigen Berufsgruppen, die regelmäßigen Kontakt zu den meisten erwachsenen Frauen haben, und sind daher in einer strategisch wichtigen Position, Frauen mit GBV-Erfahrungen zu identifizieren. Sie begegnen häufig Beschwerden wie chronischen Schmerzen oder wiederkehrenden sexuell übertragbaren Infektionen, die sich nur schwer wirksam behandeln lassen, wenn nicht berücksichtigt wird, dass die Betroffenen möglicherweise unter gewaltbelasteten Lebensbedingungen leben. Viele Frauen sprechen nicht über ihre Erfahrungen, und gut geschulte Fachkräfte in der Primärversorgung können für Überlebende die erste Anlaufstelle sein, um ihre Situation zu adressieren und Unterstützung zu suchen. Indem Fachkräfte Gewalt als Gesundheitsproblem einordnen, kann dies für Betroffene ein niedrigschwelliger Ausgangspunkt sein, um zu reflektieren und Gewalt weniger zu normalisieren oder zu akzeptieren.

 

Hudara’s Ansatz

Hudara hat daher einen Ressourcenleitfaden erstellt, der Materialien für die psychosoziale Qualifizierung von Fachkräften in der Primärversorgung bündelt. Dieser Leitfaden trägt dazu bei, ein Kapazitätsaufbauprogramm zu strukturieren und die Rolle der Primärversorgung bei der psychosozialen Unterstützung von Überlebenden geschlechtsspezifischer Gewalt zu stärken.